• Mit „Boomer“ immer auf der richtigen Spur – Landrat Peter Dreier übernimmt Patenschaft

    <strong>Landrat Peter Dreier übernimmt Patenschaft für K-9-Suchhund</strong>

    Immer der Nase nach: Suchhunde sind oft Retter in der Not. Ob bei schweren Erdbeben, Lawinenabgängen oder bei der Suche nach vermissten Menschen ist die unglaubliche Riechleistung der Vierbeiner gefragt. Aber auch bei der Suche nach einem abgängigen Hund kann ein Suchhund eingesetzt werden. Dabei setzt man auf den ausgezeichneten Geruchssinn des Vierbeiners. Das sogenannte Mantrailing wird aber auch als Freizeitbeschäftigung oder als Auslastung für den Hund immer beliebter. Das K-9-Suchhundezentrum Niederbayern bietet dazu in der Region zahlreiche Kurse an. Ein Grund für Landrat Peter Dreier, nun die Patenschaft für den K-9-Schhund „Boomer“ zu übernehmen. Der braune Labrador ist 16 Monate alt und wird zur Zeit zum K-9-Suchhund – also Maintrailer – ausgebildet.<img class=“size-full wp-image-7117 alignright“ src=“https://suchhunde-niederbayern.de/wp-content/uploads/2016/04/LR_Dreier1.png“ alt=“LR_Dreier1″ width=“425″ height=“297″ />
    <strong>Das Mantrailing</strong> erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es ist für nahezu alle Menschen und Hunde durchführbar: Alter, Rasse oder Handicap spielt bei der tiergerechten Auslastung des Hundes keine Rolle. „Schon lange muss nicht jeder Hund, der seine Nase mit Freude einsetzt und suchen möchte, gleich ein Rettungshund werden“, meinte Zentrumsleiterin und „Boomer“-Frauchen Dr. Leila Badry bei der offiziellen Übernahme der Patenschaft am gestrigen Mittwoch im Landratsamt. So bietet K-9 in den Stützpunkten beste Ausbildung und sichert somit die Qualität, damit aus einer schönen Sache nicht nur ein Modetrend wird.
    <strong>Mensch und Hund als Team</strong>
    Der Schwerpunkt der K-9-Suchhundezentren liegt darin, für den Hund in den unterschiedlichen <img class=“size-full wp-image-7118 alignleft“ src=“https://suchhunde-niederbayern.de/wp-content/uploads/2016/04/LR_Dreier2.png“ alt=“LR_Dreier2″ width=“426″ height=“300″ />Bereichen des Trailens den Job zu finden, der für ihn am besten geeignet ist. So ist ein Mantrailing-Hund kein Flächensuchhund, wie er zum Beispiel bei Lawinenabgängen oder bei der Verschüttetensuche eingesetzt wird.
    Beim Mantrailen lässt sich der Mensch von seinem Suchhund an einer rund acht Meter langen Schleppleine, im Idealfall aus Leder, führen. Dabei folgt der Hund dem individuellen Geruch der zu suchenden Person – immer der Spur nach. Jeder Vierbeiner sucht aber auch individuell: Dabei unterscheidet man zwischen gelassenen und spurtreuen Hunden. Der eine kombiniert gerne, der andere mag es gerne sicher und bleibt treu auf der Spur. Eines gemein ist allen Suchhundetypen: Das Ziel – die vermisste Person – zu finden.
    <strong>Hund sucht Hund</strong>
    Doch nicht nur für die reine Personensuche können die K-9-Suchhunde eingesetzt werden. Speziell ausgebildet suchen die Hunde auch andere Hunde. Oft werden die K-9-Helfer in Niederbayern mit ihren Suchhunden alarmiert, wenn ein Hund nicht mehr nach Hause kommt oder bei der Gassi-Runde ausgebüxt ist. Die Ehrenamtlichen von K-9 betreuen dann Herrchen und Frauchen, organisieren die Suche nach dem abgängigen Hund mittels Handzetteln und setzen die Suchhunde auf die Fährte des Hundes an – das oft mit Erfolg, wie Zentrumsleiterin Dr. Leila Badry erklärte.
    Bis aus einem „Anfänger-Hund“ ein echter K-9-Suchhund wird, ist es ein längerer Weg. Wer sich dem Mantrailing verschrieben hat, kann mit seinem Vierbeiner an verschiedenen Prüfungen teilnehmen – das ist allerdings kein Muss. Immerhin soll ja der Spaß für Mensch und vor allem Hund im Vordergrund stehen. So werden die K-9-Suchhunde auch positiv konditioniert, das heißt: Wenn die vermisste Person gefunden ist, gibt es eine leckere Belohnung und jede Menge Streicheleinheiten. Geht mal ein Trail daneben, wird ein sogenannter Abfang-Trail – eine sehr einfache Suche – gelegt, um dem Hund ein positives Erlebnis zu bieten. Um das Getane und Erlebte zu vertiefen, geht es für die Vierbeiner nach dem erfolgreichen Trail für mindestens zehn Minuten in den ruhigen Kofferraum. „Wenn die Hunde ruhen, haben die Botenstoffe im Gehirn Zeit zu arbeiten. So speichert das Hundegehirn die geleistete Arbeit als positiv ab“, erläuterte Dr. Badry gegenüber Landrat Dreier. Dreier, selbst bekennender Tierfreund, <img class=“size-full wp-image-7119 alignright“ src=“https://suchhunde-niederbayern.de/wp-content/uploads/2016/04/LR_Dreier3.png“ alt=“LR_Dreier3″ width=“427″ height=“470″ />zeigte sich am Mittwoch begeistert von der Leistungsfähigkeit der Suchhunde und war auch gleich bereit, sich für seinen neuen Paten-Hund „Boomer“ zu verstecken. Voll des Lobes waren dann auch Frauchen und Landrat, als „Boomer“ nach nur wenigen Augenblicken den Landkreis-Chef gefunden hatte.
    Um eine strukturierte Ausbildung im Mantrailing zu gewährleisten und um das Trailen als Hundesportart für jedermann zu etablieren, hat K-9 das erste Prüfungssystem nach Stufen entwickelt. Es besteht aus mehreren Farbstufen – je nach Schwierigkeitsgrad. Die Prüfungsstufen sind unterteilt in einen Basic- und einen Sportbereich für alle begeisterten Hobbytrailer und einen Profibereich für Einsatzteams aus Rettungshundestaffeln.
    Die Amateur- und Sportstufen sind die Farben Weiß bis Braun, die Profistufen (Einsatzfähigkeit in der Rettung) sind Rot und Schwarz. Die Farben stehen dabei für die jeweilige Ausbildungsphase. Am Ende jeder Ausbildungsstufe (Farbe) kann dann eine entsprechende Prüfung abgelegt werden. In regelmäßigen Abständen werden Prüfungen durch qualifizierte K-9-Prüfer abgenommen.
    Erdacht haben sich die Prüfungs- und Ausbildungsrichtlinien die Gründer von K-9, Alexandra Grunow, K-9-Geschäftsführerin, und Rovena Langkau, die die Leitung der Prüfungen und Ausbildung inne hat. Wer also in den nächsten Tagen in Landshut, Vilsbiburg oder einer anderen Stadt in der Region einen Menschen sieht, der einem Hund an einer langen Leine folgt, dann handelt es vielleicht um einen K-9-Suchhund beim Training ist.

    „Aus der Landshuter Zeitung vom 28. April 2016“